Hilfe in Sicht???

Ich habe gestern Abend den Schritt gewagt, meiner Mutter zu sagen, dass ich mich selbst verletze. Ich hatte wahnsinnige Angst, aber sie hat lieb und fürsorglich reagiert, mich gelobt, dass ich mir Hilfe suchen will und mir keine Vorwürfe oder sonstiges gemacht. Sie geht vorsichtig mit mir um, was ich zur Zeit sehr schätze. Vor meinem Bruder, welcher nichts weiß, hat sie mich normal behandelt. Am Mittwoch habe ich einen Termin bei einer Therapeutin. Ich werde ihr auch alles sagen, mir die Klinik angucken und mich vielleicht auf die Warteliste setzen lassen. Ich bin auf der einen Seite unfassbar stolz auf mich, auf der anderen Seite habe ich Angst vor Hilfe. Ich würde mit dem ritzen aufhören, wenn ich davon überzeugt werde und ich das verstehe, aber ich möchte nicht gezwungen werden. Ich bin gespannt auf den Termin am Mittwoch. Objektiv betrachtet müsste ich mich auf Hilfe freuen und sie mit größtem Vergnügen annehmen. Aber ich habe einfach nur Angst. Angst vor der Zukunpft und Angst vor mir selbst. Ich vermisse Tage mit meiner Schwester. Ich vermissen es, mit ihr und unseren (schon verstorbenen) Meerschweinchen im Garten zu sitzen und Limonade trinkend zu lachen und Spaß zu haben. Ganz unbeschwert... Dieser Sommer, in dem ich glücklich wie nie war, ist jetzt drei Jahre her. Aber ich hoffe, dass der Sommer 2017 wieder gut wird. Ich habe mit meinem großen Bruder und meiner großen Schwester einen Urlaub geplant. Meine Therapeutin hat gesagt, ich solle mir erreichbare Ziele setzen, um motivierter zu sein. Mein Ziel ist es, in diesem Sommer wieder glücklich zu sein und ihn zu dem besten Sommer meines Lebens zu machen. Und daran halte ich mich fest, um weiter zu machen... Ich brauche was, worauf ich mich freuen kann. Und das ist definitiv etwas, an dem ich festhalten kann, damit ich nicht aufgebe.

9.3.16 22:19

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